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juliane wenzl . illustration + text Beiträge

Impetus und Arbeitsstipendium

Einladungskarte [Gestaltung: Juliane Wenzl]

Im Juli hatte ich die große Freude, am IMPETUS – NETZWERKTAG der FREIEN DARSTELLENDEN KÜNSTE LEIPZIG im Werk II teilzunehmen. Gebucht war ich für Moderation und Visualisierung am Nachmittag, aber der ganze Tag vor Ort war insgesamt eine große Bereicherung und hat einen guten Einblick in die Freie Szene anderswo, vor allem aber in Leipzig geboten. Ein dickes Danke geht an die Organisator:innen der AG IMPETUS, die diesen Tag möglich gemacht haben!

Vorbereitung der Visualisierung
[Foto: Thilo Neubacher]
Jonas Klinkenberg, Juliane Wenzl, Diana Wesser, Muriel Zibulla
[Foto: Thilo Neubacher]
Arbeit an der Visualisierung
[Foto: Thilo Neubacher]

Am Ende des Tages zeigten einige Empfänger:innen des Arbeitsstipendiums 2020 des Kulturamts der Stadt Leipzig, wofür sie das Geld bzw. die Zeit, die dieses Stipendium ihnen gewährt hat, verwendet haben. Ich habe mein Projekt “Dazwischen” vorgestellt, das hier ausführlicher erläutert wird.

Vorstellung meines Arbeitsstipendiums
[Foto: Thilo Neubacher]
Vorstellung meines Arbeitsstipendiums
[Foto: Thilo Neubacher]

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Sinnlichkeit …

Sinnlichkeit log uns Liebe vor, der Verstand widersetzte sich der Täuschung –
da kam die Phantasie als willkommene Helferin.
(Arthur Schnitzler)

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Warten

Das Gefühl, an einem Bahnsteig zu sitzen, und nicht zu wissen, aus welcher Richtung der Zug kommt und wo er hinfährt. Links schauen, rechts schauen. Irgendwann nur noch in sich zurücksinken und mit leerem Blick – warten. Doch es kommt kein Zug.

Warten
Warten
Warten
Warten
Warten
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Dazwischen

Visuelle Recherche und Serie von Zeichnungen
Projekt von Oktober bis Dezember 2020, gefördert durch ein Arbeitsstipendium des Kulturamtes der Stadt Leipzig

Dazwischen . Strukturen & Räume
Dazwischen . Strukturen & Räume
Dazwischen . Strukturen & Räume

Mehr zu diesem Projekt unter Dazwischen auf dieser Website.

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Painting, Sewing, Directing – Creating Spaces and Narratives with Photographs

first published in:
INTERNATIONAL JOURNAL OF CULTURAL RESEARCH
Scientific e-journal
4 (37) 2019: After Post-Photography
https://www.culturalresearch.ru/en/home

By discussing some composite photographic collages by Joyce Neimanas, David Hockney, and Robert Frank from the 1970s and 1980s I investigate how the three artists transform their experiences with the perception of our world into visual interplays. They deal with the limits of the “program of the camera” by tearing the fabric of reality, fragmenting it into photographs and using them as building blocks to assert their artistic autonomy from the apparatus and photographic conventions.
American photographer Joyce Neimanas sews Polaroids together like a patchwork quilt to give an impression of a comprehensive situation. British painter David Hockney takes a situation apart photographically, his Joiner Photographs appear to be multiperspective, fragmented, and animated. And Swiss-American photographer and documentary filmmaker Robert Frank´s photo compilations construct narrative sequences and blocks, he uses them like storyboards, as visual diaries.

These artists show three concepts of how to bring to the fore the process of shaping an image over time that reflects the quality of a dynamic whole. The partial meaning offered by the visible parts of the photographic ensembles encourages beholders to complete what they see, to transform it into a coherent and meaningful image, to build patterns, time-images and narratives.

PDF (pp. 99 – 114; 1,2 MB)

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Leichte Bilder für Leichte Sprache?

Seit Beginn dieses Jahres bin ich Konsortialmitglied derDIN SPEC PAS 33429 »Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache« und erarbeite Empfehlungen für den Einsatz von Bildern. Dafür habe ich zunächst geschaut, welche Ratgeber und Studien es bereits gibt, in denen etwas zu Bildern für diesen speziellen Bereich zu finden ist. Die meines Wissens letzte in Deutschland erschienenen Studien hat Prof. Kerstin Alexander von der HS Merseburg mit Studierenden durchgeführt.

Die meines Wissens letzte in Deutschland erschienenen Studien hat Prof. Kerstin Alexander von der HS Merseburg mit Studierenden durchgeführt. Rudolf Paulus Gorbach von der Typographischen Gesellschaft München (tgm) hat mich nach meiner Einschätzung gefragt. Er schreibt:

Juliane Wenzl (Illustratoren Organisation e.V.) hat die Publikation zum Bereich des Bildes durchgesehen:

Die derzeitige Diskussion zur Leichten Sprache ist geprägt von der Idee informierender und didaktischer Vermittlung, da sie nach der Gesetzgebung bzw. den angestrebten Regelungen erfolgt. Diese sollen vor allem öffentliche Einrichtungen in die Lage versetzen, Inhalte angemessen zu vermitteln.

Alexander zeigt auf, dass es in den vorliegenden Regelwerken zur Leichten Sprache bisher kaum verbindliche Empfehlungen gibt. Aus ihnen lassen sich lediglich acht Hinweise zur Bildverwendung ableiten, die aber auch auf Probleme hinweisen. So wird z. B. dazu geraten, Bilder wiederholt einzusetzen, damit diese von der Zielgruppe »erlernt« werden können. Das kann aber nur gelingen, wenn die Bilder immer im gleichen Kontext verwendet werden.

Die vorliegenden Studien, einschließlich der sechs in Alexanders Publikation, sind noch zu vereinzelt und zu wenig an klaren Parametern orientiert, als dass sich valide Empfehlungen für die Verwendung einer bestimmten Bildart in bestimmten Kontexten ableiten ließen. Festgestellt wurde, dass Invarianten und Komplexitätsreduktion die Lesbarkeit von Bildern erleichtern. Auch sollten sich Bildinhalte nicht so sehr an Objekten, als vielmehr an Tätigkeiten orientieren. Sprache und Bild sollten sich ergänzen und aufeinander verweisen.

In Hinblick auf die Sprache-Bild-Beziehung unterscheidet sich Leichte Sprache von Standardsprache. In einer Studie wird vermutet, dass Leser der Leichten Sprache an begleitetes Lesen gewöhnt sind, also an Interaktionen, die anhand eines Textes erfolgen. Das lässt die These zu, dass Zugänglichkeit und Verständlichkeit durch den Einsatz aufeinander verweisender Medien noch besser noch besser erreicht werden könnten

Bilder machen sichtbar, sie können abbilden, zeigen und erzählen, dekorativ sein, Informationen vermitteln und zu einem Erkenntnisgewinn führen. Bilder können uns beeinflussen, etwas zu tun oder zu lassen. Sie können außerdem motivieren und die Aufmerksamkeit der Rezipienten halten oder auf etwas richten. Bilder tragen zur Erinnerung bei, wenn sie als inneres Bild wiederholt werden; die Aktivierung innerer Bilder trägt im Umkehrschluss zum Textverstehen bei. 

Bildkonzepte im Kontext Leichter Sprache sollten, wie in anderen Kontexten auch, individuell, konsistent und der Aufgabe wie der Zielgruppe angemessen sein.

Die vollständige Rezension findet sich auf dem Blog der tgm: https://tgm-online.de/typografie-und-bild-barrierefrei/

Kerstin Alexander (Hrg.)
Mit Typografie und Bild barrierefrei kommunizieren 
Kommunikation – Partizipation – Inklusion 
Forschungsstand und Studien 
382 Seiten  
Broschur
ISBN 978-3-7329-0584-3 
49,80 Euro

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some felines

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Buchrezension – Kunst, Markt und Recht Einführung in das Recht des Kunstschaffens und der Nutzung von Kunstwerken

Mit diesem Buch, das 2019 in 4. überarbeiteter Auflage erschienen ist, ist Gerhard Pfennig ein kompaktes und verständliches Kompendium zum Urheberrecht gelungen. Auf gut 200 Seiten gibt er einen umfassenden Überblick darüber, was bei Herstellung, Verkauf und Verwertung von Kunstwerken zu beachten ist.

Der Klappentext verspricht einen »Leitfaden für den rechtssicheren Umgang mit Kunstwerken. Behandelt werden die urheberrechtlichen, steuerrechtlichen und zivilrechtlichen Fragen des Kunstschaffens, des Kunsthandels, der privaten und öffentlichen Kunstausstellungen und des Kunstsammelns […]« Und das Buch hält, was hier versprochen wird. Gerhard Pfennig, ehemaliger Geschäftsführer des BBK, der Stiftung Kunstfonds, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der VG Bild-Kunst und aktuell Sprecher der Initiative Urheberrecht, hat sein Wissen aus langen Jahren des Umgangs mit Kunst, Künstlern, Verwertern und dem Kunstmarkt zusammengetragen. Entstanden ist ein Buch in handlichem Format, dessen Softcover-Einband in einem freundlichen Orange erstrahlt. Ja, auch der Farbton ist wichtig: So findet es sich auf dem vollen Schreibtisch besser wieder – denn dort sollte es liegen. Von Zeit zu Zeit lohnt sich ein Griff zu dem wohlgeordneten, mit Informationen übervollen Band; und sei es nur, um durch seine Seiten zu flanieren.

Obwohl Pfennig eine Unmenge rechtlicher Themen abhandelt, liest sich das Buch angenehm leicht und anschaulich. Es trägt seinen Untertitel »Einführung in das Recht des Kunstschaffens und der Nutzung von Kunstwerken« zu Recht, denn es bietet einen auch für Laien verständlichen Zugang zu rechtlichen Themen. Die detaillierte Struktur, ein umfassendes Inhaltsverzeichnis sowie ein Stichwortverzeichnis erlauben, schnell und einfach zu finden, wonach man sucht.

Thematisch schlägt Pfennig den ganz großen Bogen, von »Jeder Mensch ein Künstler« (Einleitung) bis zu »Tod und Leben« (Erben) – mit allem dazwischen, was einem Kunstwerk und seinem Urheber, seiner Urheberin, widerfahren kann. Wenn Pfennig einleitend formuliert: »Die Rechtsstellung der Künstler bzw. der von ihnen geschaffenen Kunstwerke ergibt sich aus einem Puzzle verschiedener Gesetze, in denen jeweils Einzelaspekte geregelt werden«, so spiegelt sich dies in der Aufbereitung der Themen im Buch. Er beginnt mit Rahmenbedingungen für die Produktion von Kunst und unterschiedlichen Kunstformen, leitet über zu den Rechten, die entstehen, wenn wir ein Werk schaffen, und endet bei dessen Verwertung, auch im Internet. Der Verkauf von Werken wird ebenso angesprochen wie das Ausstellen, Vervielfältigungen und Fälschungen. Schrankenregelungen werden gleichermaßen erläutert wie die Rollen von Verwertungsgesellschaften und Künstlersozialkasse. Sogar zu Förderungen und Steuern gibt es je ein Kapitel. Zum Schluss des Buches geht es um rechtliche Belange; darum, wie man vor welchem Gericht seine Interessen durchsetzten kann, welche Ansprüche sich daraus ergeben sowie um Verjährungsfristen.

Pfennig gelingt es, den manchmal doch recht abstrakten Stoff anhand vieler alltagsnaher Beschreibungen greifbar und vorstellbar zu machen.

Da im Titel des Buches dreimal das Wort »Kunst« auftaucht und im Laufe der Lektüre deutlich wird, dass Pfennig genau diese im Fokus hat, mag sich die Frage stellen: Was hat das mit Illustration zu tun? Sehr viel, auch wenn es manchmal nicht gleich offensichtlich ist. Illustrationen sind, wie Kunstwerke, urheberrechtlich geschützte Werke. Sie können sowohl als bildende als auch als angewandte Kunst begriffen werden, je nachdem, wofür und wie sie produziert werden. So ist allerdings auch nicht immer eindeutig oder problemlos nachvollziehbar, wie sich die erwähnten Abgrenzungen und Beispiele auf Situationen von Illustrator*innen beziehen lassen. Auch die im Buch aufgemachten Differenzierungen und Beispiele verweisen immer wieder auf diese Problematik. So unterscheidet Pfennig gleich zu Anfang entlang des Urheberrechtsgesetzes zwischen bildender Kunst, Fotografie, Grafik-Design und angewandter Kunst. Dieser Abgrenzung liegen keine inhaltlichen Kriterien zugrunde sondern juristische; angewandte Kunst wird beispielsweise im Sinn von »Produktdesign« aufgefasst. Hinsichtlich der Beurteilung von Grafik-Design bleibt die Situation in der Praxis teilweise unbefriedigend: »Hier zeigt sich erneut die Vielschichtigkeit der Bewertung verschiedener künstlerischer Berufe in unterschiedlichen Rechtsgebieten.«

Derartige Abschnitte zeigen – wie auch Pfennigs Argumentation an einigen anderen Stellen – die Lücken, die zwischen alltäglichen (»gesunder Menschenverstand« und praktische Erfahrung) und rechtlichen Auffassungen klaffen. Eine Stärke des Bandes ist aber, dass die verwendeten Begrifflichkeiten erläutert werden, oft auch in Differenzierung zueinander. Dadurch nimmt Pfennig seine Leser an die Hand und erlaubt einen Einblick, wie Juristen denken und argumentieren. Das ist für Illustrator*innen durchaus wissenswert und bietet eine Chance, die unterschiedlichen Blickwinkel auf die Materie nachzuvollziehen.

Illustrator*innen müssen sicher etwas in dem Werk »navigieren«, um die passenden Aussagen und Stichworte zu finden. Wer etwa auf Einzelheiten zu Verlagsverträgen und -verwertungen hofft, hofft vergebens. Wer allerdings in der Lage ist, seine Arbeiten im Rahmen der Kunst zu verorten und Analogien auszumachen, für den oder die ist dieses Buch eine Bereicherung. Ebenso für diejenigen, die sich einen umfassenden Überblick über die Produktion und Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke und aller damit zusammenhängenden Aspekte verschaffen wollen.

Wer sich vor dem Kauf einen genauen Einblick in das Buch verschaffen will, dem oder der empfehle ich das umfassende und aufschlussreiche Inhaltsverzeichnis: https://d-nb.info/1200824326/04.

Ich lege »Kunst, Markt und Recht« allen ans Herz, die eine verständliche und zugängliche Handreichung suchen, um sich einen grundlegenden Überblick über den rechtlichen Rahmen ihres künstlerischen Schaffens anzueignen.

Gerhard Pfennig
Kunst, Markt und Recht
Einführung in das Recht des Kunstschaffens und der Nutzung von Kunstwerken
Passau : MUR Verlag
Berliner Bibliothek zur Urheberrecht, Bd. 7
28,- Euro

Dieser Text ist erstenmals am 18.06.2020 veröffentlicht worden in den News der Illustraotren Organisation.

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