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Leichte Bilder und Leichte oder Einfache Sprache

Laut UN-Behindertenrechtskonvention haben alle Menschen das Recht auf barrierefreie Informationen und Kommunikation. Für Menschen mit Lese-, Lern- und Wahrnehmungsschwierigkeiten trägt Leichte Sprache wesentlich dazu bei: Es handelt sich um eine sprachlich und inhaltlich vereinfachte Form der deutschen Sprache, die auf maximale Verständlichkeit abzielt. Sie erfordert ein geringes Vorwissen. Inhalte sind grafisch nutzergruppen- und mediengerecht aufbereitet und häufig um Bilder ergänzt. Ziel der Leichten Sprache ist es, kommunikative Barrieren für Menschen mit Lernschwierigkeiten abzubauen, um die Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und an der Kultur zu ermöglichen und zu erleichtern.

Die in der DIN SPEC 33429 aufgeführten „Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache“ sollen dazu beitragen, dass gut strukturierte und verständliche Texten entstehen: Verwendung des zentralen Wortschatzes, kurze Wörter und Sätze, Subjekt–Prädikat–Objekt, nur eine Kernaussage pro Absatz, Zeilenumbruch nach jedem Satz oder jeder Sinneinheit. Es handelt sich bei Leichter Sprache nicht um Übersetzungen im geläufigen Sinn, vielmehr muss ein Hauptaugenmerk auf einer nachvollziehbaren Struktur und einer Reduktion auf die Kernaussagen liegen.
Bilder spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle: Sie machen neugierig, zeigen anschaulich, gliedern Informationen, helfen Inhalte zu erinnern. Für sie gilt: klare Formen, ausreichend Kontraste, nur eine Kernaussage pro Bild, Darstellung des Typischen, lebensnah.

Text und Bild sind bei Leichter Sprache eng verzahnt und spiegeln sich wechselseitig. Oft kann erst in ihrem Zusammenspiel Verständlichkeit hergestellt werden. Daher besteht eine ‚gute Übersetzung‘ eines Textes in Leichte Sprache aus beiden Ebenen: dem Text in Leichter Sprache und Leichten Bildern.

Bild und Text. Entwurf Seite 1.
Die drei jungen Männer vor dem Pergamon-Altar
Bild und Text. Entwurf Seite 2.
Coppi erklärt, wie der Altar entstanden ist.

Ob es wirklich sinnvoll ist, den Text der ÄdW auf Leichte Sprache herunterzubrechen, habe ich noch nicht entschieden. Ich vermute stark, dass Texte wie dieser von Menschen mit starken Lern- und Verstehensschwierigkeiten selten allein gelesen werden. Wahrscheinlicher erscheint es mir, dass sie sich entweder in der Lage fühlen, etwas mehr Text eigenständig zu bewältigen – oder dass der Text mit andern Menschen zusammen gelesen und besprochen wird. Insofern müssen die Bilder sehr gut zugänglich und verständlich sein. Der Text darf eventuell etwas mehr fordern, wenn man auf die Bilder ausweichen kann, um den Inhalt zu verstehen.