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Leichte Bilder und Leichte Sprache

Alle Menschen haben laut UN-Behindertenrechtskonvention das Recht auf barrierefreie Informationen und Kommunikation. Für Menschen mit Lese-, Lern- und Wahrnehmungsschwierigkeiten trägt Leichte Sprache wesentlich dazu bei: Es handelt sich um eine sprachlich und inhaltlich vereinfachte Form der deutschen Sprache, die auf maximale Verständlichkeit abzielt. Sie erfordert ein geringes Vorwissen. Inhalte sind grafisch nutzergruppengerecht aufbereitet und häufig um Bilder ergänzt. Ziel der Leichten Sprache ist es, kommunikative Barrieren für Menschen mit Lernschwierigkeiten abzubauen, um die Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen und zu erleichtern.

Die in der DIN SPEC aufgeführten „Empfehlungen für Deutsche Leichte Sprache“ sollen dazu beitrage, dass gut strukturierte und verständliche Texten entstehen: Verwendung des zentralen Wortschatzes, kurze Wörter und Sätze, Subjekt–Prädikat–Objekt, nur eine Kernaussage pro Absatz, Zeilenumbruch nach jedem Satz oder jeder Sinneinheit. Es handelt sich bei Leichter Sprache nicht um Übersetzungen im geläufigen Sinn, vielmehr muss ein Hauptaugenmerk auf einer nachvollziehbaren Struktur und einer Reduktion auf die Kernaussagen liegen.
Bilder spielen in diesem Kontext eine wichtige Rolle: Sie machen neugierig, zeigen anschaulich, gliedern Informationen, helfen Inhalte zu erinnern. Für sie gilt: klare Formen, ausreichend Kontraste, nur eine Kernaussage pro Bild, Darstellung des Typischen, lebensnah.

Text und Bild sind bei Leichter Sprache eng verzahnt und spiegeln sich wechselseitig. Oft kann erst in ihrem Zusammenspiel Verständlichkeit hergestellt werden. Daher besteht eine ‚gute Übersetzung‘ eines Textes in Leichte Sprache aus beiden Ebenen: dem Text in Leichter Sprache und Leichten Bildern.