Beim dieswöchigen Sonntagstatort ist mir wieder aufgefallen, wie personen- oder vielmehr gesichtsfixiert die Tatortbildeinstellungen sind. Und natürlich, wie schnell die Einstellungen wechseln.
Ich überlege ernsthaft, mich alten Filmklassikern zuzuwenden, wo lange Einstellungen ein genüsslicheres Zeichnen erlauben …
juliane wenzl . illustration + text Beiträge
Im Juni haben wir mit den Studierenden der HBK Braunschweig Enschede besucht. Bei dem Museumsbesuch im Rijksmuseum Twenthe haben die folgenden Auszüge aus Bildern dreier niederländischer Maler des 17. Jahrhunderts ihren Weg in mein Skizzenbuch gefunden:



Wer errät, zu welchen Bildern sie gehören?
Die Maler der Gemälde, aus denen diese Elemente entnommen sind, sind Cornelis de Vos (1548-1651), Peter Paul Rubens (1577-1640) und Jacob Jordaens (1593-1678).
Symposium an der HBK Braunschweig, 2.-4.7.2014
Konzept und Organisation: Prof. Ute Helmbold, Dieter Jüdt

Vortrag Juliane Wenzl
Comicpublikationen werden in Deutschland seit ein paar Jahren vermehrt unter dem Label »Graphic Novel« verlegt. Doch was meint »Graphic Novel« genau?
Kommentare geschlossen(Public Images Ltd., 1983)
Es ist mir wichtig, anhand des Titels zuerst mein Verhältnis zum Material offenzulegen, sind doch die Publikationen, über die ich sprechen werde, alle in meinem Beisein, mit meinem Dazutun und im Rahmen von Lehrveranstaltungen entstanden. Es ist, wie ich jetzt weiß, eher dumm, sein Erkenntnisinteresse und seine Materialauswahl vorab festzulegen, um dann mehr oder weniger verzweifelt zu versuchen, sie auch zusammenzubringen.
Ehe ein falscher Eindruck entsteht: Ich mag die Ergebnisse der Illustrationsmodule von Ute Helmbold, über die ich sprechen werde. Aber das Material ist nicht einfach, und es weigert sich, die Thesen, die ich mir zurecht gelegt hatte, bestmöglich zu illustrieren. Dennoch wird es in meinem Vortrag, wie angekündigt, darum gehen, wie Bewegungen, Handlungen und Zeit in Bildfolgen evoziert werden können und wie sie die Erzählung mit formieren.
Das vollständige Programm findet sich hier.

Vom 24. Mai bis zu 1. Juni war ich mit den Zeichnerinnen und Zeichnern von „Bettine“ (Ute Helmbold, Soenke Hollstein, Kathrin Funcke, Steffanie Guse, Kristina Heldmann, Stefan Michaelsen) auf Schloss Wiepersdorf zur „Zeichnen-Auszeit“. Das Thema in diesem Jahr sollte Social Design sein — ein Begriff, der auch nach eingehenderer Auseinandersetzung eher diffus daherkommt, da er eher Ein- als Ausschlüsse zulässt. Der gruppendynamische Prozess hat dann letztendlich zu einer Auseinandersetzung mit Brangelina unter der Fragestellung „Are they social designers?“ geführt.
Eine Entscheidung, die wahrscheinlich nicht leicht nachzuvollziehen ist, aber ein Nachdenken über Voraussetzung und Folgen dessen erlaubte, was alles unter „Social Design“ subsummiert werden kann.
Es folgen einige Eindrücke des Ortes …




…sowie ein Einblick in meine Zeichnungen, die vor Ort entstanden sind und sich entweder auf ihn oder unser Thema beziehen.








Seit Samstag, den 03. Mai 2014, hat die Illustratoren Organisation einen neuen Vorstand . Ich bedanke mich bei den langjährigen Gefährten für ein konstruktives und rundum erfreuliches Miteinander 🙂
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Landidylle, Hippiekommune, Apfelgärten … und wie zu erwarten lauert das kommerzielle Böse in Person des Oberhippies, der manipulierend Gutmenschen falsche Katastrophen entdecken und fiese Morde decken lässt. Etwas zu absehbar.
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Ein solider ‚Tatort‘ wartete diesen Sonntag mit guten Darstellern auf, so dass sich das eingespielte Duo Schenk/Ballauf im Hintergrund halten konnte. Besonders Susanne Wolff als Karen Reinhardt wirkte so verstört-verstörend, dass ich den Blick kaum von ihr wenden konnte; der sonst oft großspurig daherkommende Ben Becker schlug als ihr Ehemann eher leise Töne an. Erfrischend gut, erfrischend fokussiert und mit einer Botschaft, die nachdenklich stimmt. Es gibt nichts Richtiges im Falschen.
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